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Ideenbörse

Was geht mit Demenz? Vieles - wie diese Rubrik zeigt.

"Einfach Kunst": Führungen für Menschen mit Demenz

Wie etliche andere Ausstellungshäuser bietet auch die Staatsgalerie Stuttgart Führungen an, die speziell auf die Bedürfnisse von Kunstliebhabern mit Demenz ausgerichtet sind, durch eine behutsame Auswahl und eine Begrenzung der Bilder. Dieses besondere Angebot war Mitarbeitern und Gästen des Café Malta in Kirchheim einen Ausflug wert, den alle sehr genossen haben. „Es ist schön und berührend, dass sich die meisten Teilnehmer von den Bildern ansprechen ließen und ihre Gedanken, Emotionen und Erinnerungen miteinander geteilt haben“, freut sich Dorothee Einselen, Koordinatorin für den Fachbereich Demenz bei den Maltesern in Kirchheim. „Ich hoffe, dass noch viele weitere Malteser Gruppen mit demenziell veränderten Menschen dieses hilfreiche Angebot der Staatsgalerie Stuttgart nutzen.“

Demenz und Fußball? Passt!

Das zeigt ein neues Angebot des neuen Erstligisten Fortuna Düsseldorf, der einen Erinnerungskoffer aufgelegt und Ehrenamtliche geschult hat, die damit zu Fußballfans nach Hause, aber auch in Einrichtungen kommen. Die Grundidee stammt aus Großbritannien und entspringt der Erkenntnis, dass Menschen mit Demenz durch Biografie- und Erinnerungsarbeit aktiviert werden können und so mehr Lebensqualität erfahren. Und was gibt es für im wahrsten Sinne alte Fußballfans Schöneres, als in alten Requisiten zu kramen und sich über vergangene Glanzzeiten auszutauschen?

Interessenten an dem Fußball-Erinnerungskoffer erfahren mehr bei Peter Tonk vom Demenz-Servicezentrum Düsseldorf.

Zugeschnitten auf Menschen mit Demenz: Spaziergang im Berliner Zoo

Bei diesem speziellen Angebot des Berliner Zoos und der Berliner Malteser können demenziell Erkrankte mit oder ohne Angehörige gemütlich durch den Tiergarten bummeln, Anekdoten und nostalgische Geschichten über die Zoobewohner austauschen und von eigenen Erlebnissen erzählen. Der emotionale Zugang und die Ansprache mehrerer Sinne durch Tiere und Pflanzen ermöglicht es Menschen mit Demenz, sich auszudrücken und an Bekanntes anzuknüpfen. Alle Spaziergänge führen geschulte Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes durch. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Berliner Zoos.

Kulturelle Teilhabe in Berlin

Mit Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter und Kooperationspartner gelingt es den Maltesern in Berlin seit Jahren, ein umfangreiches Kulturprogramm für Menschen mit Demenz auf die Beine zu stellen: mit Konzerten, Andachten, Museumsführungen, aber auch einem Gartenprojekt und Angeboten zu Tanz und Bewegung. Alle Termine und weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Berliner Malteser.

Ferien in Südtirol

Fast schien es nicht realisierbar. Urlaub mit demenziell erkrankten Menschen und deren Angehörigen in Südtirol. Doch das Münchner Team unter der Leitung von Sabine Rube hat es umgesetzt. Vier Paare machten sich auf den Weg. Und während die demenziell veränderten Menschen, die auch in der Münchner Tagesstätte begleitet werden, den Tag mit dem Malteser Team verlebten, konnten die Angehörigen entspannen und ihren Interessen nachgehen.

Malteser Nachtcafés

Das erste Nachtcafé, das die Malteser in Kooperation mit dem Caritasverband Speyer unterhalten, macht es möglich. An jedem dritten Samstag im Monat werden Menschen mit Demenz liebevoll empfangen und von 19 bis 23 Uhr betreut mit Angeboten zur Bewegung, Kommunikation, Musik und Kreativität. Nähere Informationen und Anmeldungen über die Standortkoordinatorin der Malteser in Speyer.

Ein weiteres Angebot gibt es bei den Fuldaer Maltesern. In den Räumen der Dienststelle Aschenberg öffnet das Nachtafé Malta eweils am zweiten Freitag im Monat von 18 Uhr bis 22 Uhr seine Pforten.  Nähere Informationen und Anmeldungen bekommen Interessierte bei Swetlana Wolf.

Außergewöhnliches Generationenprojekt

Für jemanden mit 14 oder 15 Jahren ist Demenz eigentlich kein Thema. Neun Jugendliche in Mainz fanden "Warum eigentlich nicht?" und haben sich auf eine gut halbjährige Ausbildung zum Junior-Demenzbegleiter eingelassen - ein Pilotprojekt der Malteser Jugend und des Besuchs- und Entlastungsdienstes vor Ort. Das Ziel: die Jugendlichen für das Thema "Leben im Alter" zu sensibilisieren und für eine ehrenamtliche Mitarbeit im Café Malta zu schulen. Beides hat geklappt, alle haben die Ausbildung mit Begeisterung abgeschlossen und gehen unbefangen und fröhlich auf Menschen mit Demenz zu.